{"id":32,"date":"2014-10-16T10:21:58","date_gmt":"2014-10-16T10:21:58","guid":{"rendered":"http:\/\/tastenblicke.de\/?page_id=32"},"modified":"2015-01-30T10:46:39","modified_gmt":"2015-01-30T10:46:39","slug":"ueber-mich","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tastenblicke.de\/?page_id=32","title":{"rendered":"warum-weshalb-wieso"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201amidlife\u2019 \u00a0kann auch ganz spannend sein . . .<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es begann damit, dass mir meine heranwachsenden T\u00f6chter hin und wieder ein Buch gaben, das ich unbedingt lesen sollte. In der Regel handelte es sich dabei um irgendwelche Geschichten von Single- Frauen im Alter zwischen 25 und 30 Jahren, die alle mehr oder weniger verzweifelt auf der Suche nach einem Lebensplan waren.<\/p>\n<p>Mann \u2013 ja, Kind \u2013 nein, Karriere \u2013 ja, Verantwortung \u2013 eher nicht, Vergn\u00fcgen und Spa\u00df \u2013 ja, sich irgendwie festlegen \u2013 nein.<br \/>\nAll diesen B\u00fcchern war gemeinsam, dass die Hauptpersonen ziemlich chaotisch durchs Leben stolperten, getrieben von einer nicht genau definierbaren Sehnsucht nach Zugeh\u00f6rigkeit aber in panischer Angst vor den daraus resultierenden Verpflichtungen.<br \/>\nH\u00f6chst am\u00fcsant wurden dabei die N\u00f6te, Bindungs\u00e4ngste, Selbstzweifel, die t\u00e4glichen Bem\u00fchungen, die kleinen Erfolge und die niederschmetternden R\u00fcckschl\u00e4ge beschrieben.<br \/>\nNach dem dritten oder vierten Buch dieser Art dr\u00e4ngte sich bei mir allerdings die Frage auf: Gibt es aus einem sp\u00e4teren Leben nichts zu berichten? H\u00f6rt man auf in der leichten Literatur zu existieren, wenn man die vierzig \u00fcberschritten hat, oder ist mit der Familiengr\u00fcndung eine magische Grenze erreicht, ab der nichts mehr mitteilenswert geschweige denn unterhaltsam ist? Ich kann es mir nicht vorstellen!<br \/>\nMit Mitte zwanzig dachte ich immer jenseits der vierzig w\u00e4re man selbstsicher, gelassen und so ziemlich abgekl\u00e4rt, was die Wirrnisse des normalen Alltags angeht &#8211; weit gefehlt. Einen beachtlichen Teil seiner Zeit bringt man doch damit zu, so zu tun, als w\u00e4re man selbstsicher, gelassen und abgekl\u00e4rt. Das ist nicht weniger anstrengend als vor zwanzig Jahren, im Gegenteil. Da gibt es konkurrierende Mitweiber, die j\u00fcnger, schlanker und vermeindlich schlauer sind, pubertierende Kinder, launisch, verstockt und doch anlehnungsbed\u00fcrftig, und nicht zuletzt midlifekrisengesch\u00fcttelte Ehem\u00e4nner, auf der Suche nach Best\u00e4tigung, voll abgefahrener Ideen aber zu antriebsarm sie durchzusetzen. Unberechenbare Hormonst\u00fcrme ziehen \u00fcber einen hinweg und hinterlassen innerlich und \u00e4u\u00dferlich eine Spur der Verw\u00fcstung. Durchgeschwitzte Frisuren, N\u00e4chte voller Selbstzweifel,tr\u00e4nenverschmiertes Make \u2013up, Hei\u00dfhungerattacken und ein nie dagewesenes Potpourri an Gef\u00fchlen.<br \/>\nDas ist das pralle Leben in seiner h\u00f6chsten Form und es gibt tats\u00e4chlich Menschen, die sich dieser Herausforderung stellen. Warum nur, mag kaum einer davon berichten?<br \/>\nTasten \u2013Blicke will solche Augenblicke den geduldigen Tasten des Computers anvertrauen und daf\u00fcr sorgen, da\u00df man versteht: Das Spiel entscheidet sich oft erst in der zweiten Halbzeit !<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Copyright f\u00fcr ver\u00f6ffentlichte, von mir selbst erstellte, Texte bleibt allein bei mir. Eine Vervielf\u00e4ltigung oder Verwendung solcher Texte in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen ist grunds\u00e4tzlich gestattet, wenn ein Link oder Hinweis auf den entsprechenden Ursprung verweist. Links auf www.Tastenblicke.de k\u00f6nnen ohne R\u00fccksprache gerne geschaltet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; \u201amidlife\u2019 \u00a0kann auch ganz spannend sein . . . &nbsp; Es begann damit, dass mir meine heranwachsenden T\u00f6chter hin und wieder ein Buch gaben, das ich unbedingt lesen sollte. 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